Meine Reise durch den Sommer 2026

Im Juni 2026 bin ich im Nebel gestartet: wie wird es im Juli 2026 für mich weitergehen, nach meiner Festanstellung? Wie werde ich meine Ausgaben finanzieren? Etwas verspannt, suchend und unsicher bin ich Schritt für Schritt in meine Selbständigkeit gegangen. Habe mein Business WILD & VERBUNDEN beim Gewerbeamt angemeldet und meine erste öffentlich Waldbaden-Veranstaltung vorbereitet.

Dann kam der Juli – der Monat der Muße, der Langsamkeit, der «draußen in der Natur sein»-Zeit. Der Monat, in dem die meisten Menschen in meinem Umfeld Urlaub machen. Der Monat mit der größten Hitze. Und was tat ich? Ich dachte: „Jetzt ist es soweit, Kathrin. Jetzt musst du durchstarten mit deiner Selbständigkeit. Produktiv sein, Ergebnisse präsentieren und deine Kurse füllen. Ich habe mich unter Druck gesetzt und bin in meine alten Muster gefallen: tagsüber rastlos im Garten beschäftigt, statt präsent zu sein und abends Serien und Süßigkeiten zur Ablenkung.

Mit den Vorbereitungen auf das Jahreskreisfest Lughnasadh (Schnitterinnenfest) bin ich dann doch noch in die Qualität des Sommers eingetaucht. Habe mich mit der Natur, den Blüten und Insekten verbunden. Habe das Licht, den Wind und das satte Grün der Bäume im Wald aufgesaugt. Doch dann hab ich mir einen Erkältungsvirus eingefangen und konnte das Bett drei Tage nicht verlassen. Mein Jahreskreisfest konnte nicht wie geplant am 02.08. stattfinden. Ich hatte auch sehr dunkle Tage – mitten im Sommer.

Als es mir wieder besser ging, konnte ich klarer sehen. Ich konnte mir auch meine Fragen beantworten: Was ist im Moment für mich wichtig? Welche Aufgaben sind jetzt dran? Welche Aufgaben möchte ich vor dem Winter beenden? Welche Menschen schenken mir Wärme, tun mir gut? Welche Frauen stärken mich, sind für mich da? Wovon brauche ich mehr in meinem Leben und wovon weniger?

Ich habe den Giersch in meinem Garten beobachtet. Seine Fülle und diese Präsenz – sie ist im Frühsommer, nach seiner wunderschönen weißen Blüte – weniger geworden. Hat sich in der Hitze des Sommers zurückgezogen. Ich habe die wilde Möhre und die ganze Vielfalt der Insekten beobachtet. Die Spinnennetze im Gras, das fast unmerklich weniger werdende Licht. Der Übergang in den Hochsommer. Vielleicht geht es gar nicht darum, immer produktiv zu sein. Sondern im eigenen Rhythmus, im eigenen Tempo zu sein. Sich hingeben zu können, präsent sein zu können. Sanft sein zu können.

Und dann ist es kühler geworden. Mitten im August. Nach dem Regen. Die angenehmen Temperaturen tagsüber, die lauen Abende, das sanfteres Licht, die kürzere Tage – ich sauge es alles noch einmal auf bis zum Herbst. Ich habe meine Achtsamkeitspraxis in der Natur vertieft und eine 30-Tage-Challenge für mehr Naturverbundenheit entwickelt. Ich praktiziere sie noch bis in den September hinein. Ich habe an meinen Angeboten gefeilt und die passenden Flyer sind fast fertig! Ich habe mittlerweile auch meinen ersten öffentlichen Waldbaden-Kurs geleitet.

Und nun freue mich auf den 05.09., denn dann gebe ich ein Fest in meinem wilden Naturgarten. Ich feiere mit Frauen, die mich auf meinem Weg begleiten und hoffentlich in Zukunft begleiten werden! Ich öffne meinen Kraftort für echte Verbindungen, für Präsenz und Erfahrungen – mitten in der Natur und unter freiem Himmel.

Ich übe mich darin, Dankbarkeit in mein Leben zu holen. Die Fülle zu sehen und zu spüren. Mir Zeit für mein Wachstum zu geben. Der Sommer hat mir Vertrauen geschenkt. Ich fühle mich angekommen. Verbunden mit der Natur in meiner Umgebung. Verbunden mit mir. Verbunden mit meinem Partner. Achtsamkeit ist nicht etwas, das ich machen muss – es ist etwas, das ich bin. Ich brauche mich nur zu erinnern. Das macht mich zutiefst dankbar. Das nehme ich mit in den Herbst und in die dunkle Jahreshälfte.

Herzensgrüße, deine Kathrin

Schreib mir sehr gern, wie dein Sommer 2026 für dich war!