Mein Frauenkreis zur Sommersonnenwende: Ein Weg der Transformation
Die Sommersonnenwende ist für mich nicht nur ein astronomisches Ereignis. Sie markiert auch einen Wendepunkt in meinem Leben. Ab dem 1. Juli werde ich ohne Anstellung sein und stehe nun an der Schwelle, mein eigenes Business aufzubauen. Ein Schritt, der mir sowohl Aufregung als auch Angst bereitet.
Der Wunsch nach Selbstverwirklichung
Mir ist bewusst geworden, dass ich nicht mehr nur anderen zu Diensten sein möchte. Wenn ich das bin, entferne ich mich von mir selbst, verliere den Zugang zu mir. Die Zeit in einem Job, der sich sinnentleert anfühlt, hat mich gelehrt, dass ich mehr will. Ich sehne mich danach nach außen wirken zu können, mein Potential zu entfalten. Für mich ist es an der Zeit, mein Licht in die Welt zu bringen und Menschen miteinander zu verbinden – sowohl mit ihrer inneren als auch mit der äußeren Natur. Besonders Frauen möchte ich stärken und Räume schaffen, in denen sie innehalten, sicher erden und sich verbinden können.
Die Kraft der Natur und der Umgang mit Angst
Die Angst vor dem Unbekannten kennen wir alle. Sie kommt oft auf, wenn ich an meine berufliche Zukunft denke. Um damit umzugehen, hilft es mir, Tagebuch zu schreiben und mich darauf zu konzentrieren, wie ich mich in meiner Zukunft fühlen möchte. Lange Spaziergänge und das Gärtnern in meinem Garten sind mein Halt. In der Natur zu sein und zu beobachten, dass alles seine Zeit hat und in seinem eigenen Tempo wächst, schenkt mir Ruhe und Klarheit. Ich habe gelernt, dass ich nicht hier bin, um etwas zu beweisen. Vielmehr möchte ich präsent sein und Erfahrungen machen, die mich zu mir selbst führen. Die Verbindung zur Natur ist dabei ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens: Sie erinnert mich daran, dass Wachstum Zeit braucht und dass auch in Zeiten des Zweifels Schönheit und Kraft in mir liegen.
Erkenntnisse aus dem Frauenkreis
Während des Rituals im Frauenkreis zur Sommersonnenwende hatte ich eine tiefgehende Erfahrung, die mir bedeutende Erkenntnisse brachte. Ich schaute in die Natur und beobachtete einen Milan in seinem Flug. In diesem Moment spürte ich meine eigene Angst vor dem Absturz, meine Furcht vor dem freien Fall in das Unbekannte. Doch dann sah ich, wie leicht, unbekümmert und ganz selbstverständlich der Milan fliegt – ein Bild voller Anmut und Freiheit.
Und genau in dieser Beobachtung lag für mich eine wichtige Botschaft: Der Milan hat mir so viel Mut gegeben. Er zeigte mir, dass ich mich fallenlassen kann, dass ich getragen werde, egal wo der Weg mich hinführt. Diese Freiheit, die vor mir liegt, wird möglich, wenn ich bereit bin, meine Ängste loszulassen und am Leben teilzunehmen.
Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass es in Ordnung ist, Ängste zu haben – aber es ist ebenso wichtig zu erkennen, dass sie nicht die Kontrolle über mein Leben bestimmen müssen.
Der Weg des Mutes und der Gemeinschaft
Die Vorstellung, dass ich nicht allein auf meinem Weg bin, ist für mich sehr kraftvoll. Sie gibt mir ein Gefühl der Zugehörigkeit und der Unterstützung, besonders in Zeiten der Unsicherheit. In den Frauenkreisen und durch die verbundene Natur fühle ich, dass wir alle miteinander verbunden sind, dass unsere Erfahrungen und Ängste oft ähnliche Wurzeln haben.
Den ersten Schritt mutig zu gehen bedeutet für mich, sanft zu mir selbst sein. Mich hinzugeben. Anzunehmen und zu Empfangen. Ich nehme meinen inneren Kritiker zwar wahr, lasse meinen Weg jedoch nicht von ihm bestimmen. Dieser Prozess der Selbstakzeptanz und des Mitgefühls öffnet den Raum für Wachstum und Veränderung. Ich bin bereit, mich auf die Reise einzulassen und die Verantwortung für meinen Weg zu übernehmen, während ich gleichzeitig die Sicherheit der Gemeinschaft um mich herum spüre.
Reflexion und Ausblick
Wie fühlt sich der Juni für dich an? Wo stehst du in deinem Leben an einer Wende? Die Sommersonnenwende ist eine Einladung, die eigene innere Kraft zu entdecken und die Veränderungen anzunehmen, die bereit sind, in unser Leben zu treten.


